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Mit dem Mountainbike durch den Winter – Elisabeth Brandau im Interview.

05. Jänner 2012

Elisabeth Brandau ist nicht nur Deutsche Marathonmeisterin, sondern auch unser Profi für die Bike Camps im kommenden Sommer. Aktuell arbeitet sie an der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012. Wie man als Biker am besten durch den Winter kommt und olympisches Niveau erreicht, hat sie uns schon jetzt verraten.

CUBE: Servus. Fangen wir ganz vorne an: Wie bist Du zum Biken gekommen?

Elisabeth: Fahrrad bin ich schon immer gern gefahren. Zu Straßenrennen bin ich erstmals durch den Radverein bei mir im Ort gekommen. Nach einer fünfjährigen Rennpause haben mich Freunde überredet einen MTB-Marathon mitzumachen und ab dann ging es recht schnell. Ich hab den Marathon gewonnen und auch gleich mein erstes Team kennen gelernt. Ich habe dann wieder eine Lizenz gelöst und startete 2008 wieder von Null auf Hundert – es hat mir einfach richtig Spaß gemacht mit der Truppe.

CUBE: In Deutschland ist Mountainbiken ja sehr populär und das Niveau entsprechend hoch. Welche Eigenschaften braucht man um ganz an die Spitze vorzustoßen?

Elisabeth: Wie in jeder Sportart sind der Kopf und das Talent maßgebend. Man braucht eine gesunde Mischung von Ehrgeiz, Siegeswillen und Lockerheit um den Spaß nicht zu verlieren. Aber ohne Talent kommt man nie ganz nach vorne.

CUBE: Kannst Du uns etwas über Deinen Trainingsplan im Winter erzählen? Trainierst Du weiter am Bike oder weichst Du auf alternative Sportarten aus?

Elisabeth: Ich liebe es zu Biken, und das Rad werde ich nie ganz in die Ecke stellen. Nicht einmal in den Bergen bei Schnee (lacht). Es macht auch Spaß auf Skipisten zu fahren und dabei die Fahrtechnik zu trainieren. Im Dezember war ich 10 Tage mit dem Rennrad auf Mallorca und werde im Januar auch nochmal für zwei Wochen hin fahren. Dazwischen gehe ich zu Hause abwechselnd Radfahren, Laufen, Schwimmen, Kickboxen und auch Klettern. Jetzt gerade bin ich auf dem Weg in den CUBE SAVOGNIN um fünf Tage Langlaufen und Touren zu gehen. Ich denke alles was sportlich zwei bis vier Stunden dauert und Spaß bringt, kann man auch im Winter sehr gut machen.

CUBE: Und wie sieht es mit der Ernährung im Winter aus? Läuft alles weiter wie sonst, oder passt Du dich an die kalte Jahreszeit an?

Elisabeth: Ernährung – gute Frage für mich. Als ich viel auf Montage war (Elisabeth ist gelernte Kälteanlagenbauermeisterin) habe ich mir keine sehr guten Essgewohnheiten angeeignet. Aber seit diesem Winter beschäftige ich mich besonders intensiv mit diesem Thema. Das ist aber eigentlich von den Jahreszeiten unabhängig – es geht darum Fett zu verlieren und Muskeln aufzubauen. Eigentlich muss man einfach nur eine gesunde Mischung von tierischem und pflanzlichem Eiweiß mit Gemüse und Körnern kombinieren. Ich habe ein tolles Kochbuch für Radfahrer geschenkt bekommen; da sind super Rezepte drinnen.

CUBE: Welche Tipps hast Du für Hobbysportler die gerne auch im Winter mit dem Bike unterwegs sind?

Elisabeth: Mehrere warme Schichten anziehen und Spaß haben. Die Herzfrequenz lieber 5-10 Schläge niedriger halten als sonst, um den Körper bei der Kälte nicht zu überfördern und Energie für das Frühjahr zu sammeln. Ausreichend dehnen und auch Besuche in der Kraftkammer nicht vergessen. Natürlich auch mal Omas Plätzchen genießen oder über Weihnachtsmarkt schlendern – Wenn der Kopf keine Lust hat, ist der Körper auch noch nicht bereit wieder voll Gas zu geben. Das habe ich auch schon öfter erlebt.

CUBE: Du fährst ja ab 2012 in einem neuen Team, oder? Was dürfen wir erwarten?

Elisabeth: Ja! Eine tolle und zielstrebige Gruppe die Spaß am Biken hat und bei den Profis mitmischt. Wir sind drei Elite Fahrer und zwei Nachwuchs beziehungsweise u23 (unter 23) Fahrer. Das Ziel der Olympischen Spiele in London ist uns auf die Stirn geschrieben und auch unser Hauptsponsor Noteboooksbilliger.de unterstütz uns auf dem Wege voll und ganz.

CUBE: Wie schaut nun der Plan für die kommende Saison aus? Was sind Deine Meilensteine?

Elisabeth: Es gibt so Art Stufenplan: Die erste Etappe sind die 4 Weltcups für die Olympiaqualifikation und dann die Olympischen Spiele selber oder auch die WM in Österreich. Die letzte Stufe ist die Weltmeisterschaft im Marathon. Hürden gibt es immer – aber ich bin guter Dinge. Ich werde von Jahr zu Jahr besser und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich traue mir meine Ziele aber durchaus zu.

CUBE: Was werden die Highlights der Bike Camps im CUBE SAVOGNIN im Sommer sein?

Elisabeth: Die Touren in der tollen Region Savognin und das Training der Fahrtechnik. Die Bike Camps werden von unserem Team geleitet und wir gehen sehr individuell auf die Wünsche der Teilnehmer ein. So können wir auch gezielt Tipps für den ganzen Körper und Geist geben.

CUBE: Vielen Dank für das Interview! Und wir wünschen viel Erfolg für 2012!

Elisabeth: Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen in unser Team!